SITUATION IN DARJEELING

DARJEELING - Politische und wirtschaftliche Situation

Indien - Darjeeling

Anhaltende Unruhen in Darjeeling haben sich mittlerweile gelegt und man verständigte sich darauf, die Angelegenheit politisch zu lösen.

Die Ausgangssituation beruhte auf einer totalen Abspaltung des Distriktes Darjeeling von West Bengalen. Es entstand die "Free Gorkha-Land" Bewegung, die von der "Gorkha Janamukti Morcha (GJM)" angeführt wurde. Darjeeling sollte zu einer unabhängigen Provinz innerhalb Indiens unter den Namen "Gorkha Land" werden. Diese Bewegung ist vor mehr als drei Jahren entstanden.

Die daraus resultierenden Folgen der Bewegung haben sich auch massiv auf die Tee-Industie ausgewirkt.

Mittlerweile konnte zusammen mit Neu-Delhi ein Abkommen erzielt werden, welches darauf beruht, Darjeeling mehr Eigenständigkeit einzuräumen. Die ehemals kommunistische Regierung in West Bangalen hatte sich bislang geweigert auf Forderungen der (GJM) einzugehen und hatten bislang keine Zugeständnisse gemacht. Die Konsequenz war, dass Darjeeling teilweise unregierbar wurde, da es zunehmend Angriffe auf Offizielle und Regierungsmitarbeiter (Polizei, Armee, sonstige Angestellte im öffentlichen Dienst und Behörden) gab. Hinzu kamen auch viele Übergriffe Übergriffe auf einzelne Teeplantagen. Durch den politischen Machtwechsel in West-Bangalen (die seit 35 Jahren regierende kommunistische Partei CPM wurde durch die "Trinamool Congress" abgelöst), sind neue Verhandlungen aufgenommen worden. Die Ergebnisse der Verhandlungen, auf den sich sowohl die GJM und Regierung von West-Bengalen geeinigt haben, sind als Entwurf an Neu-Delhi eingereicht worden. Die Verabschiedung durch die Zentralregierung gilt als formal und daher als sehr wahrscheinlich.

Der Entwurf des Abkommens sieht nun folgendermaßen aus:

  • Darjeeling wird auch weiterhin den Namen Darjeeling beibehalten
  • Die gesamte Region wird zu einer Sonderwirtschaftszone. Dies hat auch Auswirkungen auf die Teebranchen bzw. die Teeproduzenten u. a. durch folgenden Vereinbarungen:
  • Die Arbeiter erhalten einen Lohnaufschlag von bis zu 25%.
  • Es kommt zu einer allgemein gültigen Gesundheitsversorgung für sämtliche Angestellte und deren Kinder.
  • Die Kinder erhalten eine kostenlose Schulbildung.

Dieses Abkommen betrifft insbesondere die Plantagen. Obwohl die meisten Plantagen schon seit längeren diese Möglichkeiten für Ihre Mitarbeiter anbieten, so gab es jedoch keine rechtliche Grundlage hierfür. Dies wurde nun nachgeholt. Bislang wurden diese Vereinbarungen auf gegenseitiges Vertrauen geschlossen bzw. in den Arbeitsverträgen festgehalten. Der gesamte Bau und die Instandhaltung der Infrastruktur wird künftig von Darjeeling aus verwaltet und nicht wie bisher von Kolkata. Zukünftig wird Darjeeling von der GJM regiert und verwaltet.

In wieweit die neu entstandene Situation sich auf die Teebranche auswirkt, ist zur Zeit leider noch nicht absehbar, da die neue Regierung sich in der Zusammenarbeit mit den Plantagen bewähren muss...

 

 

 


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